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24-Stunden Kartrennen von Schaafheim

Ich bin noch nie so kaputt gewesen und es gibt keinen Muskel, der nicht höllisch weh tut”, ist Lars Ahrens auch am Tag nach seinem ersten 24-Stunden-Kartrennen noch völlig groggy. Nur die Augen strahlen schon wieder, wenn er von dem 24-Stunden-Prominenten-Kartrennen auf dem Odenwaldring in Schaafheim erzählt.

Zum Saisonende wurden 120 Rennfahrer aus allen großen Rennserien eingeladen um in 20 Mannschaften gegeneinander anzutreten. Auch Volkswagen Racing hatte mit den älteren Fahrern aus dem VW-Bettle-Cup und den Ex-Lupo-Cup-Fahrern sowie sechs Rookies aus dem VW-Lupo-Cup zwei Teams gemeldet. Und die VW-Junioren mit dem Häuslinger Lars Ahrens sorgten gleich im Qualifying für Furore und erreichte überraschend den 6. Startplatz. “Damit standen wir am Start direkt hinter den Teams von DTM-Pilot Bernd Schneider und Uwe Alzen und vor den amtierenden Kartweltmeistern aus Italien. Das hat schon etwas gekribbelt,” freute sich Ahrens über den guten Auftakt. Am Samstag Nachmittag ging die Startampel dann auf grün.
In den ersten Runden konnte sich das VW-Junior-Team sogar bis auf Platz 3 vorarbeiten. Dann setzte sich aber die Routine der Profis durch. Nach 155 Runden und fast drei Stunden Fahrzeit konnte sich das Team sogar wieder von Platz 8 auf Platz 5 vorkämpfen. Rundenlang lieferte sich Lars Ahrens ein tolles Duell mit dem ehemaligen Sauber-Formel-1-Piloten Karl Wendlinger. Dann konnte sich der Lupo-Cup--Pilot gegen den Österreicher durchsetzten. “Ich bin wohl noch nicht so lange aus dem Kartsport raus wie Wendlinger,” sah der Lars Ahrens seinen Vorteil. In der Nacht wurden die Gesichter des VW-Junior-Teams aber immer länger. Temperaturen von Minus 4 Grad und dichter Nebel gingen an die Substanz. Wenn am Tage noch jede 90 Minuten Fahrerwechsel war, konnte dieses unter den extremen Bedingungen nicht mehr durchgehalten werden. Damit wurden die Ruhepausen auch immer kürzer, zumal die Junioren auch ohne Mechaniker auskommen mußten und alle Reparaturen selbst durchführten. “Das waren für unsere Nachwuchspiloten schon extremste Bedingungen. Aber für die weitere Karriere sind auch solche Erfahrungen wichtig. Ich freue mich, das alle Fahrer durchgehalten haben und am Ende der 24 Stunden sogar noch eine tolle Show mit klasse Überholmanöver gezeigt haben. So etwas schweißt zusammen. Davon wird das ganze Team im kommenden Jahr noch profitieren,” freut sich VW-Lupo-Cup Koordinator Martin Görtemöller über das gelungene Experiment. Das die VW-Rookies Lars Ahrens, Andreas Kolb, Michael Bohrer, Bastian Koberg, Nils Randhahn und Peter Terting bei der Zieldurchfahrt am Sonntag nach 1262 Runden Platz 14 belegten, war unter diesen Umständen ein schöner Erfolg. Sie konnten damit sogar den erfahrenen Fahrern aus dem VW-Beetle-Cup, die Platz 17 belegten, 21 Runden abnehmen. Am Sieg des AMG- Mercedes-Teams, die ihre DTM-Mannschaft mit dem Karteuropameister D.Hemkemeyer und Formel-3-Fahrer M.Winkelhock verstärkt hatte, konnte am Ende keiner rütteln.

Auszug aus der Teilnehmerliste: B.Schneider, P.Huismann, Ch. Albers, Chr. Abt, M.Ekström, M.Tomczyk, K.Wendlinger, T.Jäger, T.Scheider, U.Alzen, M.Bartels (alle DTM) T.Glock, M.Winkelhock (Formel 3) Th.Mutsch, Chr. Hohenadel (V8-Star) B.F.Hansen, Th.Kappeler (VW Beetle-Cup) M.Bellmann (Clio V6) N.Königbauer, M.Luger, S.Hupfeld, L.D.Arnold, M.Götz (Formel BMW) M.Theissen, D.Bressaglia, E.Mercier, P.Mauro, D.Hemkemeyer, H.Sanden, S.Vettel (Kart-WM und EM)