6. Rennen auf dem Norisring

Nürnberg/Häuslingen. Das Pech klebt weiter an den Reifen von Lars Ahrens. Auch auf dem Norisring hatte der 20-jährige Lupo-Cup-Pilot beinahe mehr mit seinem  Auto zu kämpfen, als mit dem Widrigkeiten des nur 2,3 Kilometer langen traditionsreichen Nürnberger Stadtkurses. So kam Ahrens am Ende über Rang 13 nicht heraus.

"Wenn man die Umstände bedenkt, müssen wir mit der Platzierung noch zufrieden sein", erklärte der Blondschopf mit leicht verbitterter Stimme. Und  er hatte allen Grund, mit dem Schicksal zu hadern. Denn schon im freien Training lief es für Ahrens alles andere als optimal. Nach wenigen Runden am berühmten Dutzendteich stellte die Elektronik den Motor auf Notbetrieb um und Ahrens mußte in langsamer Fahrt die Box aufsuchen. Trotz fieberhafter Suche konnte das Problem nicht behoben werden und am  Ende blieb nur Platz 19. Im Zeittraining klappte es nicht viel besser. "Schon im letzten Jahr lief es auf dem Norisring nicht optimal und somit wollte ich ein bisschen probieren und testen", so der Häuslinger. Und das schien auch zunächst zu funktionieren. Ahrens wurde zwischenzeitlich als Vierter geführt. Doch dann ging es in die Box, um die Bremsen abzukühlen und danach noch einmal richtig Dampf zu machen.Doch dazu kam es nicht. Nach zwei weiteren Runden brach die Riemenscheibe  und der rote Lupo konnte nur noch ausrollen. Ahrens konnte nur noch zusehen wie die Konkurrenz immer bessere Zeiten fuhr und er am Ende wieder bis auf Platz  19 zurück fiel. Der Bruch entpuppte sich später Folgeschaden eines Unfalls, den ein anderer Cup-Fahrer im letzten Rennen damit hatte.  Zum Start des Rennens hatten Ahrens und einige seiner Kollegen schließlich auch noch mit ungewöhnlich widrigen Umständen zu kämpfen. Denn den Fahrern in den letzten Startreihen blieb der Blick auf die Startampel verwährt. Sie guckten lediglich auf die Dächer der vorderen Fahrzeuge. "Damit war es unmöglich, gleich nach dem Start Boden gut zu machen", so Ahrens enttäuscht.Trotzdem konnte er bei hochsommerlichen Temperaturen an einigen Konkurrenten vorbei ziehen, profitierte zudem von einigen Ausfällen und fuhr am Ende vor 128.000 Zuschauern auf Platz 13. "Der Lupo bekam aufgrund des Schadens aus dem Zeittraining vor dem Rennen noch einen nagelneuen nicht eingefahrenen Motor. Das war nicht unbedingt optimal. Wenn´s nicht läuft, dann läuft wirklich gar nichts", schüttelte Vater Adolf Ahrens den Kopf. Nach sechs absolvierten Läufen rangiert Lars Ahrens nunmehr auf dem 15. Platz in der Gesamtwertung. Er hatte sich mehr erhofft. "Die Saison ist längst nicht so gelaufen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Auf die Meisterschaft brauche ich nicht mehr zu schielen, vielleicht noch auf einen Rang unter den ersten zehn. Es geht jetzt einfach nur noch darum, gute Rennen zu fahren", blickt derTwen auf die noch ausstehenden vier Läufe. Der Sieg ging diesmal in einem tollen Rennen wieder an Andy Kolb, der nach dem Ausfall von Mathias Meyer jetzt die besten Chancen auf den Titel hat.