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Formel-1-Flair in Spa-Francorchamps
FRANCORCHAMPS. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - mit dieser Weisheit machte Lars Ahrens auf der belgischen Traditionsrennstrecke in
Spa-Francorchamps, der "Ardennen-Achterbahn", unliebsame Bekanntschaft. Im Freien Training sah der Lupo-Cup-Pilot die schwarze Flagge und wurde disqualifiziert. Somit konnte er die "Bahn", die zu
den anspruchsvollsten Kursen der Formel 1 zählt, nicht richtig kennen lernen. Dass am Ende ein neunter Platz für den Häuslinger herauskam, ist schon eine reife Leistung.
Was war passiert? Lars Ahrens hatte gerade vier Runden im Freien Training absolviert, da überfuhr er in der
berühmten Kurve "Eau Rouge" eine weiße Linie. Prompt wurde dem völlig verdutzen 19-Jährigen die schwarze
Flagge gezeigt. In einem Gespräch der VW-Teamleitung mit dem nur französisch sprechenden Rennleiter stellte sich
erst später heraus, dass diese Regel den Lupo-Piloten nicht mitgeteilt wurde. Als alles geklärt war, war das Training bereits gelaufen und Ahrens musste sich zunächst mit dem 18. Platz begnügen.
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Im Zeittraining blieb der "Rookie" aus dem Kreis SFA weiter vom Pech verfolgt. Nachdem er zunächst auf Rang vier
fahren konnte, wurde der Blondschopf von Runde zu Runde langsamer. Grund dafür: Ein schleichender Plattfuß. Dennoch stand für Ahrens am Ende der elfte Platz zu Buche. Im Rennen schließlich legte der Azubi einen
Bilderbuchstart auf den Asphalt und raste sofort auf Platz acht. Doch auch hier war ihm das Glück nicht lange hold.
Nach einem Crash mit Michael Seifert fiel Ahrens auf den 15. Platz zurück. Doch damit wollte sich der Häuslinger
nicht zufrieden geben. Er zeigte, dass er kämpfen kann. Mit zerbeulter Tür und einem Schaden am Vorderrad
fightete er sich Stück für Stück auf den achten Platz zurück. Erst in der letzten Kehre, der "La Source", unterlief ihm
ein Fahrfehler. Aufgrund zu hoher Geschwindigkeit wurde Lars zu weit aus der Kurve getragen. Nils Randhahn nutzte diesen Patzer und zog kurz vor der Ziellinie vorbei.
"Wenn man mit etwa 190 km/h durch die "Eau-Rouge"-Senke fährt, ist das wie Achterbahn fahren. Man spürt den
Magen fast oben im Hals. Hier nicht vom Gas zu gehen kostet schon einige Überwindung. Die Formel 1 fährt dort 290 km/h, das muss ein unglaubliches Gefühl sein", so Lars Ahrens erschöpft aber glücklich nach dem Rennen. Überhaupt haben er und seine Lupo-Cup-Kollegen den Hauch der
Formel 1 an diesem Wochenende ganz deutlich gespürt. Die Mahlzeiten wurden dem Tourenwagen-Nac hwuchs nämlich in der berühmten Jugendstilvilla nahe der Kurve "Eau Rouge" serviert, einem Restaurant,
zu dem sonst nur Schumi und Co. Zutritt haben.
In der Gesamtwertung konnte Lars Ahrens seinen achten Platz nach nunmehr sechs Rennen behaupten.
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