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Tourenwagen-Zuschauerrekord am Nürburgring

NÜRBURGRING. Vor 76.000 Zuschauern war es für Lars Ahrens ein rabenschwarzer Tag, der zunächst ganz viel versprechend begann. Nachdem der “Rookie” im Zeittraining Probleme mit dem dritten Gang hatte, konnte er im Rennen nur von Platz zwölf starten. Doch Ahrens legte gleich gut los und kämpfte sich bei strahlendem Sonnenschein mit seiner besten Saisonleistung bis auf Platz sieben vor.
Alles lief nach Plan. Nachdem jedoch die ersten Runden absolviert waren, sauste der Blondschopf im Pulk in die neue Mercedes-Arena. Unmittelbar vor ihm touchierten sich zwei Lupos, wobei letztlich einer der beiden quer auf der Fahrbahn zum Stehen kam. Ausweichen oder bremsen war unmöglich und somit rasselte Ahrens seinem Konkurrenten mit hohem Tempo in die Seite. “Gott sei Dank ist keinem der Fahrer etwas passiert. Durch die gute Förderung von VW und dem ADAC wird zum nächsten Rennen sicher ein neues Auto bereit stehen.  Das wird aber trotzdem ein teurer Spaß”, bedauerte Vater Adolf Ahrens und fügte gleich hinzu: “Lars wäre ansonsten sicherlich weit nach vorne gefahren und Erkenntnis, das Lars im kommenden Jahr mit dieser Leistung um die Siege mitfahren kann, ist wichtiger als die verlorenen Meisterschaftspunkte”. Sein Junior zeigte sich in der Eifel nämlich von Beginn an in Top-Form und stellte einmal mehr seine “Regentauglichkeit” unter Beweis. Im Freien Training schüttete es zwar wie aus Kübeln, doch der Azubi rangierte stets unter den ersten drei Plätzen, fuhr sogar absolute Sektorenbestzeit.  Am Ende der “Regenzeit” lag er mit nur drei Hundertstel Sekunden Rückstand hinter dem Führenden Patrik Hinte auf Platz drei. Auch im Zeittraining, bei trockener Strecke, gab es zunächst keinen Grund zur Sorge, bis ein Defekt in der Schaltkulisse den dritten Gang so gut wie außer Gefecht setzte. “Dass Lars sich trotzdem noch mit nur 9/10 Sekunden Rückstand auf den Trainingsbesten den zwölften Startplatz sichern konnte, war schon eine absolut reife Leistung”, gab es großes Lob vom Team. Durch den Crash und den damit verbundenen Ausfall ist Ahrens in der Gesamtwertung von Platz acht auf Rang zehn abgerutscht. Aber vom 6. bis 8. September gibt es auf dem A1-Ring in Österreich Gelegenheit, wieder Boden gut zu machen.