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1.Rennen auf dem Hockenheim-Ring

Der erste Lauf zum ADAC VW-Lupo-Cup auf dem Hockenheimring endete für den Häuslinger Lars Ahrens mit Platz 14. Beim Saisonauftakt hatten besonders die Neueinsteiger mit den heftigen Wetterkapriolen am Hockenheimring zu kämpfen. Am Ende war es eine Riesenüberraschung, das mit Michael Bohrer aus Merzig ein Rookie das Auftaktrennen gewann. Auch der Häuslinger konnte erfahrene Fahrer aus dem letzten Jahr hinter sich lassen und damit einen tollen Einstieg feiern.

Bereits im ersten freien Training am Freitag bekam das VW-Team die ganze Härte der Wetterbedingungen zu spüren. Wenige Minuten vorm Training setzte Regen ein und die Autos mussten mit Regenreifen an den Start gebracht werden. Mit wenigen Ausrutschern überstanden aber alle Lupos den ersten Einsatz ohne größere Kaltverformungen. Das Zeittraining am Samstag verlief für den Häuslinger dann auf regennasser Strecke alles andere als Zufriedenstellend. In den ersten Runden musste der Reifendruck von den Technikern noch einmal korrigiert werden. Als Lars  Ahrens dann in seine schnelle Zeitrunde gehen wollte, rutschte vor ihm ein Pilot mit seinem Lupo unglücklich in die Reifenstapel, und das Training musste unterbrochen werden. Als die Strecke wieder freigegeben wurde, war der Asphalt so feucht geworden, dass an eine schnelle Rundenzeit nicht mehr gedacht werden konnte. Der 18. Startplatz war dann doch eine kleine Enttäuschung für den jungen MSC-Aller-Leine-Piloten.

“Die Bedingungen waren beim ersten Rennen besonders für die Neueinsteiger enorm schwierig. Das trotzdem alle Fahrer mit ihren Rundenzeiten innerhalb von 2 Sekunden lagen, zeigt die enorme Leistungsdichte die den ADAC VW-Lupo-Cup schon seit nunmehr fünf Jahren als Eliteschule für den Tourenwagen-Nachwuchs auszeichnet”, war VW-Team-Chef Kris Nissen mit dem Auftakt der Meisterschaft hoch zufrieden.

Für das Rennen hatte sich Ahrens dann besonders viel vorgenommen. Bis Platz 15 wird Preisgeld  vergeben und diese Platzierung wurde dann auch kräftig angepeilt. Bei einer Riesenstimmung auf den Tribünen kurz vor dem DTM-Rennen ging es dann in die 20 Rennrunden. “Bis zum Startprozedere war ich eigentlich noch ganz ruhig. Als ich dann aber auf der Startgeraden hinter den Gridgirls mit den Startnummern stand und überall Fernsehkameras lauerten, kam doch etwas Herzklopfen. Erst als der Start freigegeben wurde und ich fahren konnte, war ich wieder ruhig”, erlebte der Häuslinger seinen ersten Tourenwagen-Start. Ganz anders sah es bei den Betreuern aus. Vater Adolf Ahrens und der ehemalige Rallye-Profi Cord Mönchmeyer aus Walsrode hatten sich den Komando-Stand von den DTM-Team ausgeliehen und konnten so auf verschiedenen Monitoren das Rennen und die Rundenzeiten verfolgen. “Mir sind die 20 Runden wie 20 Stunden vorgekommen”, war Vater Adolf Ahrens froh als endlich  die Zielflagge gezeigt wurde. Anders bei Lars Ahrens, dem das Rennen eher zu kurz vorkam. Der Start klappte hervorragend. Bis zur ersten Kurve konnte der Häuslinger gleich vier Plätze gutmachen. Dann sah ein Konkurrenz hinter ihm eine Überholchance wohl etwas zu optimistisch, rutschte in die Seite des roten Lupo und Ahrens mußte wieder einige Plätze abgeben. Als sich der Häuslinger gerade wieder etwas an die vordere Gruppe herangekämpft hatte, kam ein weiterer Fahrer vor ihm von der Strecke und wirbelte eine Reklametafel auf. Das Reklameschild blieb dann genau vor dem Lupo-Kühler des Häuslingers hängen und sorgte so für eine Großaufnahme auf den Videowänden an der Rennstrecke und in der Fernsehübertragung des DSF am Sonntag abend. Was für die Sponsoren sicher gut war, brachte für die Aerodynamik nicht unbedingt Vorteile. Als das Schild sich dann endlich verabschiedet hatte, war der Zug nach vorne abgefahren. Mit sehr guten Rundenzeiten in den letzten Rennminuten konnte Lars Ahrens aber den 14. Platz zurückerobern und bis ins Ziel verteidigen. Damit waren zumindest die ersten 7 Meisterschaftspunkte unter Dach und Fach. “Wenn es auch im Rennen regen Lackaustausch unter den Lupos gab, war das Verhältnis unter uns Fahrern super. Auch S.D. Fürst Albert von Thurn und Taxis ist bei uns  nur Albert und macht jeden Spaß mit,” freut sich Lars Ahrens schon auf das nächste Rennen in zwei Wochen  auf der ehemaligen belgischen Formel-1-Strecke in Zolder.

Bild: Zusammen mit S.D. Fürst Albert von Thurn und Taxis

Übrigens, Prominenz war bei diesem Rennen reichlich vertreten: Neben den aktuellen Motorsport-Stars waren u.a. BMW-Sportchef Gerhard Berger, Ex-Formel-1 Fahrer Keke Rosberg, Schumacher Manager Willi Weber, die Band Bro´Sis, Ex-Skiflug-Weltmeister Dieter Thoma, Biathlet Ricco Gross oder Schalke-Kicker Yuri Mulder als Gäste dabei.